Wie nimmt man Sildenafil für die beste Wirkung ein?

Etwa eine Stunde vor dem Sex, möglichst nicht nach einer fettreichen Mahlzeit, und mit sexueller Erregung. Sildenafilcitrat — der Wirkstoff von Viagra und seinen Generika — wird bei erektiler Dysfunktion als Tablette mit Wasser geschluckt. Die Wirkung setzt meist nach 30 bis 60 Minuten ein und hält rund vier bis fünf Stunden. Ohne sexuelle Stimulation entsteht keine Erektion; die Tablette erleichtert sie nur.

Welche Dosis ist die richtige?

Die empfohlene Anfangsdosis beträgt 50 mg. Je nach Wirkung und Verträglichkeit passt die Ärztin oder der Arzt sie auf 25 oder 100 mg an; ältere Männer und Patienten mit eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion beginnen oft mit 25 mg. Mehr als eine Tablette pro Tag ist nicht vorgesehen, und mehr als 100 mg bringen keine stärkere Erektion, nur mehr Nebenwirkungen.

Wann sollte man sie einnehmen?

Am zuverlässigsten wirkt Sildenafil, wenn es 30 bis 60 Minuten vor dem Geschlechtsverkehr genommen wird. Eingenommen werden kann es bis zu vier Stunden vorher. Wie schnell es wirkt, ist individuell verschieden — es lohnt sich, bei den ersten Einnahmen etwas Zeit einzuplanen und nicht nach einem einzigen Versuch aufzugeben: Oft braucht es mehrere Anläufe, bis die Wirkung zuverlässig eintritt.

Mit oder ohne Essen?

Am schnellsten wirkt die Tablette auf leeren Magen. Eine fettreiche Mahlzeit — Pizza, Braten, Pommes — verzögert die Aufnahme um bis zu eine Stunde und schwächt die Wirkung ab. Eine leichte Mahlzeit stört kaum; wer die Tablette auf nüchternen Magen schlecht verträgt, kann sie nach einem kleinen Imbiss nehmen. Viel Alkohol verschlechtert die Erektion ohnehin und verstärkt den blutdrucksenkenden Effekt.

Was ist bei anderen Medikamenten zu beachten?

Nitrate (etwa Nitroglycerin-Spray) und sogenannte „Poppers“ dürfen nicht gleichzeitig genommen werden — der Blutdruck kann gefährlich abfallen. Vorsicht gilt auch bei Alphablockern gegen Bluthochdruck oder Prostatabeschwerden und bei bestimmten Mitteln gegen Pilz- oder HIV-Infektionen, die den Abbau von Sildenafil verlangsamen. Häufige Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Magenbeschwerden und ein vorübergehend verändertes Farbsehen. Eine Erektion, die länger als vier Stunden anhält, ist ein Notfall.

Und bei Lungenhochdruck?

Derselbe Wirkstoff ist unter dem Namen Revatio zur Behandlung der pulmonalen Hypertonie zugelassen. Dort wird er ganz anders dosiert: in der Regel 20 mg dreimal täglich, nach ärztlicher Verordnung.

Häufige Fragen

Bleibt die Erektion nach dem Samenerguss bestehen?
Nicht zwingend. Sildenafil erleichtert eine Erektion bei Erregung; nach dem Höhepunkt klingt sie wie gewohnt ab. Eine erneute Erektion ist während der Wirkdauer aber oft leichter möglich.

Wirkt eine doppelte Dosis besser?
Nein. Zwei 100-mg-Tabletten erhöhen vor allem das Risiko für Nebenwirkungen. Wirkt 100 mg nicht ausreichend, ist das ein Grund für ein Arztgespräch, nicht für mehr Tabletten.