Welcher Arzt hilft bei Erektionsstörungen?

Erste Anlaufstelle ist die Hausarztpraxis: Sie kann Ursachen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Medikamente abklären und die meisten Behandlungen verordnen. Fachärzte sind Urologinnen und Urologen, spezialisiert auf Männergesundheit sind Andrologen; bei seelischen Ursachen helfen Sexual- und Psychotherapeuten. Mehr dazu: Wohin sollte ich gehen, wenn ich Erektionsstörungen habe?

Im Detail: welcher Arzt Viagra verschreibt.

TENS-Gerät und Elektrostimulation

TENS-Geräte und die elektrische Stimulation der Beckenbodenmuskulatur wurden in kleinen Studien bei Erektionsstörungen untersucht; eine Standardtherapie sind sie nicht. Als Ergänzung zu Beckenbodentraining können sie infrage kommen — die Einzelheiten stehen unter Kann ein TENS-Gerät bei Erektionsstörungen helfen? und Elektrische Stimulation bei erektiler Dysfunktion.

Stoßwellentherapie

Niedrig dosierte Stoßwellen sollen bei gefäßbedingten Erektionsstörungen die Durchblutung verbessern. Die Studienlage ist gemischt, am ehesten profitieren Männer mit leichten Beschwerden; die Behandlung ist keine Kassenleistung.

Spritzen, Harnröhrenstäbchen und Vakuumpumpe

Wirken Tabletten nicht oder kommen sie nicht infrage, gibt es Alprostadil als Injektion in den Schwellkörper (SKAT) oder als Stäbchen für die Harnröhre — beides nach ärztlicher Einweisung. Als Creme für die Penisspitze gibt es Alprostadil ebenfalls: Topische Cremes bei Erektionsstörungen. Eine Vakuumpumpe erzeugt die Erektion mechanisch, ganz ohne Medikament.

Dazu ausführlich: Penisinjektionen und Harnröhren- und Peniskonus.

Operation und Implantate

Wenn nichts anderes hilft, ist ein Penisimplantat eine dauerhafte Lösung; Gefäßoperationen kommen nur in seltenen Fällen bei jüngeren Männern infrage.

Gibt es ein Nasenspray gegen Erektionsstörungen?

Ein zugelassenes Nasenspray gegen Erektionsstörungen gibt es nicht; was untersucht wurde, erklärt Nasenspray bei erektiler Dysfunktion.

Und die Tabletten?

PDE-5-Hemmer wie Sildenafil und Tadalafil sind die erste Wahl der Leitlinien. Welcher Wirkstoff zu welchem Fall passt, zeigt der Potenzmittel-Vergleich; die Ursachen und alle Behandlungswege im Überblick erklärt der Ratgeber Erektile Dysfunktion: Ursachen und Behandlung.

Den Überblick über alle Wege geben Behandlungsmöglichkeiten bei erektiler Dysfunktion und Medikamente zur Behandlung; was neu dazugekommen ist, sammelt neueste Behandlungen. Wenn beide Beschwerden zusammen auftreten, hilft Behandlung von vorzeitiger Ejakulation und erektiler Dysfunktion weiter. Ob manuelle Verfahren etwas bringen, prüft chiropraktische Behandlung.